Aktuelle Meldungen 2018

Freie Therapeutenwahl für unsere Patienten

Protest gegen Gesetzentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) muss weitergehen

Es ist ein beachtenswertes Ergebnis für die Petition ID 85363, darin sind sich die Psychotherapeutenverbände einig, ist es doch gelungen mit 145.752 (Stand 12.12.2018, 12.00 Uhr) Stimmen online und zusätzlich mehr als 25.000 Stimmen auf Unterschriftenlisten ein deutliches Zeichen gegen den TSVG-Entwurf zu setzen. Das Bundesministerium für Gesundheit plant in einem problematischen Passus des Gesetzes, den freien Zugang zur psychotherapeutischen Behandlung zu erschweren. „Wir dürfen nicht nachlassen mit unserem Bemühen, um das Wohl unserer Patienten zu kämpfen“, sagten die Verbandsvertreter der drei initiierenden Verbände (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP) bei einer Pressekonferenz heute nach der Übergabe der Petition an den Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages in Berlin. Der Protest wird von insgesamt 28 Verbänden der Psychotherapeuten unterstützt.

 

Psychotherapeuten-Petition gegen TSVG

Quorum eine Woche vor Zeichnungsende erreicht

Mit mehr als 64 000 Zeichnungen hat die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Deutschen Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung das notwendige Quorum erreicht. Ab 50 000 Stimmen wird eine Petition öffentlich beraten. Weitere 4 300 Unterschriften liegen von ausgelegten Listen vor. Die Petition wendet sich gegen die Schaffung von neuen Hürden im Zugang zur Psychotherapie. Das im Kabinettsentwurf des Termin und Servicegesetzes (TSVG) vorgesehene Modell der „gestuften und gesteuerten Versorgung“ in der Psychotherapie sieht vor, dass besonders qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten – und nicht etwa der spätere Behandler – in Voruntersuchungen festlegen, zu welchem Hilfe- oder Therapieangebot die Betroffenen gehen dürfen. Dies würde eine erhebliche Verschlechterung und Belastung für die betroffenen Patienten bedeuten.

 

ZI-Fachtagung

Benedikta Enste hat am 20.11. 2018 die Kinder-und Jugendpsychotherapeuten auf dem ZI-Fachtagung „Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in der ambulanten Versorgung“ vertreten

Der Vortrag sowie ein Gesamtüberblick des Zi-Forums mit den präsentierten Materialien ist unter https://www.zi.de/veranstaltungen/zi-forum/20-november-2018 einsehbar, außerdem hat das deutsche Ärtzeblatt über den Fachtag berichtet: https://www.aerzteblatt.de/archiv/203480/Ambulante-Versorgung-psychisch-kranker-Kinder-und-Jugendlicher-Wege-zu-mehr-Vernetzung

 

Verbände starten Petition gegen geplanten diskriminierenden Eingriff in Versorgung psychisch kranker Menschen

„Gestufte Steuerung“ diskriminiert psychisch kranke Menschen

Die Psychotherapeuten-Verbände (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, bvvp) Deutsche PsychotherapeutenVereinigung, DPtV, Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, VAKJP) fordern den Bundestag dazu auf, im Gesetzgebungsverfahren zum Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz - TSVG) die vorgesehene Ergänzung zum Absatz 6a im § 92 SGB V abzulehnen.
Die Petition 85363 kann von jedem mitgezeichnet werden und ist zu finden unter:

 

Leserbrief in der Süddeutschen Zeitung zum umstrittenen Film „Die Elternschule“

Ein Beitrag von Claudia Germing, Dormagen

In der heutigen öffentlichen Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu den Folgen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) wurden die befürchteten Nachteile für betroffene Patienten nochmals dargelegt.

 

VAKJP Schnellinfo

Schnellinfo des VAKJP Vorstands zu den Themen: Änderung der Beihilfeordnung, Terminservicestellen, Fristverlängerung Telematik-Infrastruktur, Honorare.

 

VAKJP-Stellungnahme

... zum Dossier der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 16.08.2018

Aus aktuellem Anlass nimmt der Vorstand der Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP) e.V. Stellung zum Dossier der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 16.08.2018. Dort wird von sexuellen Übergriffen, d.h. von Machtmissbrauch und sexueller Gewalt eines Psychotherapeuten im Rahmen von Krankenbehandlungen mit Erwachsenen, mit Kindern sowie mit Ausbildungskandidaten berichtet, die mehrere Jahre zurück liegen. Der Vorstand der VAKJP verurteilt Vorgänge wie die dort beschriebenen aufs schärfste als kriminell, strafrechtlich relevant, unethisch und Verstoß gegen die Berufsordnung für Psychotherapeuten. Als Vorstand des Berufs- und Fachverbandes setzen wir uns für eine vollumfängliche Aufklärung ein und bieten wo nötig unsere professionelle fachliche Unterstützung an: Dies gilt für die Betroffenen , denen durch das kriminelle Fehlverhalten großes Leid zugefügt wurde, als auch für die Ausbildungsinstitute, die sich an einer Aufdeckung und Aufarbeitung aktiv beteiligen. Dem Vorstand der VAKJP ist es ein wichtiges Anliegen, dass stattgefundene Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch in Therapien und in der Ausbildung aufgedeckt werden, um problematische Konstellation frühzeitig erkennen und verhindern zu können. Das kann eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung nicht ersetzen, macht sie aber ggf. erst möglich.
Als unabhängige Ansprechpartner*innen und Vermittler für Patient*innen sowie Ausbildungskandidat*innen fungieren überregional tätige Ethikbeauftragte, die von der Mitgliederversammlung der VAKJP gewählt werden. Darüber hinaus sind natürlich der Vorstand und andere Funktionsträger in der VAKJP für dieses Thema ansprechbar.

 

ADHS-Leitlinie ohne Zustimmung der VAKJP verabschiedet

S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von ADHS

Die VAKJP hat sich entschlossen, der umstrittenen S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgrund der aus unserer Sicht unausgewogenen Empfehlungen nicht zuzustimmen. Einerseits fehlt für die Medikamenten-Empfehlungen bei Kindergartenkindern und dem „mittleren“ Schweregrad eine ausreichende evidenzbasierte wissenschaftliche Grundlage. Andererseits werden Empfehlungen für Psychotherapie nicht oder nur marginal ausgesprochen, da ein ausreichend wissenschaftlicher Nachweis fehle. Nähere Infos zu der bis 5/2022 gültigen ADHS-Leitlinie siehe

 

Verbändetagung am 07.06.2018 in Berlin

Koordinierende Weiterbildungsinstitute als zentraler Baustein einer Ausbildungsreform

Das Bundesministerium für Gesundheit hat 2017 einen Arbeitsentwurf zur Reform des Psychotherapeutengesetzes vorgelegt. Danach soll die heutige postgraduale Ausbildung von Psychologischen sowie Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen durch ein Studium mit psychotherapeutischem Schwerpunkt ersetzt werden, mit einem Staatsexamen abschließen und zur Beantragung einer Approbabation und anschließender Weiterbildung berechtigen. Damit ist für die zukünftige Approbation die qualifizierte klinische Ausbildung in den heutigen Ausbildungsstätten nicht mehr gewährleistet und wird in die Weiterbildung nach dem Studium verlagert.

 

Neuer stellvertretender Vorsitzender der VAKJP: Götz Schwope

Wegen des Rücktritts von Werner Singer vom Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der VAKJP aus persönlichen Gründen hat die Mitgliederversammlung der VAKJP am 29.4.2018 in Berlin auf Vorschlag des Beirats der VAKJP satzungsgemäß Götz Schwope aus Stadthagen (LV Niedersachsen) für die Restdauer der Wahlperiode bis 2020 als stellvertretenden Vorsitzenden nachgewählt.
An dieser Stelle herzlichen Dank an Werner Singer für die gute und engagierte Zusammenarbeit in den letzten 4 Jahren. Mit Götz Schwope gewinnt der Vorstand einen kompetenten Nachfolger mit ausgewiesenen Kompetenzen in berufsrechtlichen Fragen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit für die VAKJP.



Foto (c) Kerstin Graupner: VAKJP-Vorstand: Dr. phil. Helene Timmermann, Vorsitzende (mitte), Bettina Meisel, stellvertretende Vorsitzende (li.), Götz Schwope, stellvertretender Vorsitzender (re.)